„… und es kamen Menschen - 50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen“


Am Montag, dem 28. November wurde im Foyer des Rathauses am Maxplatz die Ausstellung „… und es kamen Menschen - 50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen“ eröffnet.

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die bis zum  9. Dezember während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen ist, stehen Migrantinnen und Migranten aus Bamberg und ihre Lebensgeschichten. Bilder, Texte und Gegenstände legen Zeugnis ab über „Wege und Umwege“ der Einwanderung und Integration in Bamber

Der Sozialreferent der Stadt Bamberg, Ralf Haupt begrüßte im Namen des Oberbürgermeisters. Mitra Sharifi und Besaret Penzkofer sprachen Grußworte im Namen der Veranstalter, des Migranten- und Integrationsbeirates der Stadt Bamberg und des Migrationssozialdienstes der Arbeiterwohlfahrt.

 

Für den weiteren Veranstalter, das Fach Didaktik des Deutschen als Zweitsprache am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Universität Bamberg, sprach Annette Pöhlmann-Lang, die die aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Dr. Claudia Kupfer-Schreiner vertrat. Sie hatte mit ihren Studierenden den Kern der Ausstellung konzipiert und umgesetzt, die nun mit weiteren von türkischen Familien und dem türkisch-islamischen Kulturverein zur Verfügung gesellten Bildern und Gegenständen, erweitert wurde.

 

Die Veranstalter forderten Anerkennung und Dank für die Leistungen türkischer Migranten, nannten Erfolge und Erreichtes, aber auch Herausforderungen. Sie plädierten für weitere politische und gesellschaftliche Anstrengungen für die Gleichstellung und besserer gesellschaftliche Partizipation und Bildungsteilhabe.

Mit einer Schweigeminute wurde den Opfern rechtsextremistischen Terrors gedacht und gemeinsames Handeln bei der Bekämpfung der Gewalt sowie der menschenverachtende Ideologie der Rechtsextremen gefordert.

 

Großen Beifall fand der spannende Festvortrag von Gisela Bauernschmitt, Leiterin des staatlichen Schulamtes, die die deutsch-türkischen Beziehungen in einen größeren historischen Kontext stellte und Jahrhunderte lang bestehende Kontakte und kulturellen Austausch ins Bewusstsein rief. So stellte sie die üblichen Positionen in Frage, die die Menschen türkischer Herkunft und islamischer Religionszugehörigkeit als Angehörige völlig „fremder“  Kulturen ausgrenzen.

 

Kulturell bereichert wurde die gut besuchte Veranstaltung von Nurcan Gökyildiz schönen Gesang und dem Beitrag der Germanistin und Journalistin, Filiz Penzkofer, die ihre preisgekrönte Geschichte “Die Taxe des Bösen“, eine humorvolle deutsch-türkische Begegnung in Istanbul, zum Besten gab.

 

Alle Redebeiträge können unter www. mib.stadt.bamberg.de abgerufen werden.  

1. Internationales Kinderfest

 

für die Kinder in der Türkei ist der 23. April ein offizieller Feiertag, der die  Freundschaft zwischen den Kindern fördern soll. Die Einführung dieses Feiertages geht ins Jahr 1920 zurück. Am 23. April 1920 wurde unter der Leitung von Staatsgründer, Gründer der Tükischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk die große Nationalversammlung der Tükei eröffnet. Diesen besonderen Tag widmete Atatürk den Kindern, unter dem Motto “Unsere Kinder unsere Zukunft”.

Dieses Kinderfest wird auch von türkischen Communities in Deutschland gefeiert und während es sich früher nur an türkische Kinder richtete, werden seit einigen Jahren vielerorts auch interkulturelle Kinderfeste organisiert, die den Gedanken der Völkerverständigung unter den Kindern betonen.

Auch in Bamberg wurde dieses Jahr das türkische Kinderfest zum ersten Mal als  Internationales Kinderfest vom Türkischen Eltern Verein Bamberg e. V. İn Kooperation mit dem Migrationssozialdienst der Arbeiterwohlfahrt und dem Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg am letzten Wochenende im Jugendzentrum am Margaretendamm nachgefeiert..

Auf dem Programm standen verschiedene Darbietungen von Kindergruppen, die die Gäste, Familien und Kinder verschieder Nationen und Vertrern der Stadt Bamberg sowie verschiedener Vereine in Bamberg begeisterten. Der  Bürgermeister Wolfgang Mentzner überbrachte die Grüße des OB Starke und der Stadt Bamberg. Die Veranstalter hoffen dieses Fest zu einem großen internationalen Kinderfest weiterentwickeln und etablieren zu können.