Kontinuität und neue Impulse: AWO Kreisverband Bamberg wählt neuen ehrenamtlichen Vorstand

 

Kreiskonferenz 2026 blickt auf erfolgreiches Jahr zurück und stellt Weichen für die Zukunft

Bamberg, den 23. September 2026. Die Mitglieder des AWO Kreisverbands Bamberg Stadt und Land e.V. haben im Rahmen der Kreiskonferenz 2026, die am 23. September stattfand, einen neuen ehrenamtlichen Vorstand gewählt und damit die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. Klaus Stieringer wurde als Kreisvorsitzender ohne Gegenstimme im Amt bestätigt.

„Ein solches Ergebnis macht mich dankbar und auch ein Stück demütig. Vor einigen Jahren haben wir Verantwortung für einen Verband übernommen, der ein wichtiger Arbeitgeber für die Region ist. Mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich in einer Vielzahl von Einrichtungen um Menschen, die Unterstützungen brauchen,“ erklärt der wiedergewählte Klaus Stieringer.

Auch bei den weiteren Vorstandswahlen setzten die AWO Mitglieder auf eine Verbindung aus Erfahrung und neuen Impulsen. Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Prof. Dr. Franziska Süß und Wolfgang Heyder gewählt. Dem Vorstand gehören als Beisitzerinnen und Beisitzer Elisabeth Nagengast, Dr. med. Inken Seelmann, Prof. Dr. Matthias Drossel und Dr. Daniel Alt an. Als Revisoren wurden Nicolas Gallenz, Patrick Nitzsche und Prof. Dr. Julia Nagel gewählt.

Mit Dr. Daniel Alt und Prof. Dr. Julia Nagel waren erstmals zwei neue Kandidierende angetreten.

Zu den Aufgaben des ehrenamtlichen Vorstandes gehört gemäß Satzung die Überwachung und Beratung der in die Geschäftsführung berufenen Personen.

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Wahlhelfer*innen und den Organisator*innen der Kreiskonferenz, die mit ihrem Einsatz und ihrer Unterstützung einen reibungslosen Ablauf und die Durchführung der Wahlen ermöglicht haben.

Auf ein Jahr voller Entwicklung

Neben den Vorstandswahlen stand der Rückblick auf die vergangenen Monate im Mittelpunkt der Kreiskonferenz. Seit der letzten Kreiskonferenz 2025 hat die AWO Bamberg zahlreiche Projekte weiterentwickelt und neue Angebote auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem die Fachdienste Inklusion und Integration sowie Familienhilfen, die Übernahme des Seniorenzentrums in Rödental, Lernstation und Pflegestudium, „Care im Quartier“, das Bildungszentrum und das Projekt „Marie macht’s“. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Pflege und der Ausbildung zukünftiger Pflegekräfte. Die im vergangenen Jahr gestartete Lernstation im Pflegezentrum Bamberg-Gartenstadt entwickelt sich stetig weiter – sowohl räumlich als auch durch das Engagement der Auszubildenden, Studierenden und Praxisanleitenden. „Nachwuchspflegekräfte können dort unter fachlicher Begleitung zunehmend Verantwortung übernehmen und Theorie und Praxis miteinander verbinden,“ erklärte Geschäftsführerin Juliane Menzel.

Nicole Schley, Co-Landesvorsitzende der AWO Bayern, würdigte in ihrem Grußwort den Mut der Bamberger AWO, Veränderungen anzustoßen und neue Aufgaben zu übernehmen. Sie unterstrich zugleich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit innerhalb der Arbeiterwohlfahrt.

Pflege bleibt eine der zentralen Aufgaben

Gleichzeitig machte die AWO Kreiskonferenz deutlich, dass die kommenden vier Jahre den Verband vor neue Herausforderungen stellen werden. Besonders die Zukunft der Pflege, der Rückgang an Geburten, der zunehmende Fachkräftemangel und die Finanzierung sozialer Angebote beschäftigen die AWO.

„Die Pflegefrage wird eine der entscheidenden sozialen Fragen der nächsten Jahre sein“, erklärte Matthias Kirsch, geschäftsführender Vorstand. „Dabei geht es nicht um Statistiken. Es geht um Menschen, die gepflegt werden müssen, um Angehörige, die häufig an ihre Grenzen kommen, und um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden Tag enorme Verantwortung tragen.“

Soziale Sicherheit und Demokratie gehören zusammen

Auch die Demokratiebildung in den Kindertageseinrichtungen spielte im Jahresbericht eine wichtige Rolle. Mit Kinderparlamenten, Kinderrechte-Projekten und Beteiligungsformaten lernen bereits Kinder, dass Demokratie nicht erst bei einer Wahl beginnt, sondern im täglichen Miteinander.

Mit dem Projekt „Marie macht’s“ rückte die AWO Bamberg zudem ihre Gründerin Marie Juchacz und deren Verständnis von gesellschaftlichem Engagement in den Mittelpunkt. Die Aktion verbindet die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt mit der Frage, was Engagement und Solidarität heute bedeuten.

Geschichte als Verpflichtung für die Gegenwart

In einem Impulsvortrag zur „Geschichte der Arbeiterwohlfahrt“ nahm Dr. Philipp Kufferath die Mitglieder mit auf die Reise zu den historischen Wurzeln und Werten der Arbeiterwohlfahrt. Er zeichnete die Entwicklung des Verbands nach und stellte Verbindungen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen her.

Mit genau diesen Werten der AWO – Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Solidarität und Toleranz – wird der Kreisverband den Geist der AWO-Gründerin Marie Juchacz weitertragen und seine Arbeit zukünftig noch stärker daran ausrichten – insbesondere in Zeiten politischer Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung.

 

 

Fragen und Kontakt:

Julie Reichardt
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@awo-bamberg.de

 

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